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ZEISS E-Mount Objektive

ZEISS

Vorab...

Schon immer hatte ich vor, die Geschichte der ZEISS Objektive für den e-Mount einmal kurz zusammenzufassen. Nun habe ich endlich mal die Zeit und Muße dafür gefunden, auch wenn diese Geschichte sicherlich nicht vollständig ist.

 

ZEISS ist ein Haus mit jahrzehntelanger Tradition in der Entwicklung und dem Bau von hochwertigen ZEISS Objektive. Diese Objektive werden von Liebhabern rund um den Globus sehr geschätzt. In meinen Vorträgen und Workshops erlebe ich immer wieder die Begeisterung, die Fotograf*innen für ihre ZEISS Objektive aufbringen und das zeigt mir auch, wie verbunden viele Kunden mit dieser Marke sind.

Mein erstes ZEISS Objektiv war ein Carl ZEISS Planar 2,8/80mm für meine Rollei SL66E Mittelformatkamera, mit dem meine Liebe zu ZEISS Objektiven entstand. Das ist nun über vierzig Jahre her und diese Liebe ist ungebrochen.

Schon gewusst?

Seit ZEISS die Touit Serie herausgebracht hat, tragen alle Objektiv Serien lateinische Vogelnamen. Der Grund dafür liegt im Markenrecht, denn mit diese Namen sind nicht markenrechtlich geschützt und können auch nicht geschützt werden.

Touit = Buntschwanzpapagei
Loxia = Kreuzschnabel
Batis = Schnäpperwürger
Milvus = Milan

 

Die Schreibweise

Bei ZEISS gibt es eine festgelegte Schreibweise in der Bezeichnung von Objektiven. Früher wurde nach Distagon, Planar, Sonnar oder auch Biogon unterschieden, was nur wirklich eingeweihten etwas sagt. Heute wird dagegen nach Objektiv Serien unterschieden. Vorangestellt ist immer der Markenname ZEISS in Großbuchstaben, was mir auch in meinen Texten in Fleisch und Blut übergegangen ist. Dahinter folgt der Name der Serie, gefolgt von der größten Blendenöffnung. Ein Schrägstrich bildet danach die Trennung zur Brennweite. Manche Objektive haben noch ein oder zwei Buchstaben folgend. So deutet das M beispielsweise auf ein Makroobjektiv hin.

Kennzeichnung der ZEISSS Objektive seit 2013

Anzumerken wäre nur noch, dass bei einer Blende von z.B. 2.8 ein Punkt und kein Komma zur Trennung verwendet wird.

"Historisches"

Mit dem von Sony 2012 auf den Markt gebrachten E-Mount Bajonett begann eine rasante Entwicklung im Bereich der spiegellosen Systemkameras, die von den beiden großen Player im Kammeramarkt, Nikon und Canon deutlich unterschätzt wurde.

Schon ein Jahr später, am 7. Mai 2013 stellte ZEISS mit dem ZEISS Touit 2.8/12 und dem ZEISS Touit 1.8/32 seine ersten beiden Objektive für den E-Mount im APS-C Format der Presse vor. Ihnen folgte 2014 das ZEISS Touit 2.8/50 M, ein hervorragendes Makroobjektiv mit herausragenden Abbildungseigenschaften. Damit war die Touit-Familie komplett, entsprechend der ZEISS Philosophie, eine Familie bestehe mindestens aus Vater, Mutter und Kind – das aber nur am Rande. Die absolute Neuerung war jedoch, dass ZEISS den Touit Objektiven einen Autofokus spendiert hatte, was für ZEISS ein ganz neuer Schritt war, wurden doch bisher lediglich Objektive mit manuellem Fokus entwickelt.

Nachdem Sony 2014 mit der A7 und A7R Kamera spiegellos ins Vollformat einstieg, brachte ZEISS nicht einmal ein Jahr später das ZEISS Loxia 2/35 und das ZEISS Loxia 2/50 in den Handel. Beide Objektive waren Neurechnungen für das Auflagemaß von 18mm. Das war für ZEISS der erfolgreiche Einstieg ins E-Mount Vollformat.

Die Loxia Objektiv Familie besticht bis heute durch ihr kompaktes Design mit dem gleichen Objektivdurchmesser. Auch sind die Loxia Objektive manuelle Festbrennweiten, die eine besondere Gemeinde an Liebhabern hinter sich hat.

In den Jahren danach folgen noch das ZEISS Loxia 2.8/21, ein hervorragendes Weitwinkel, das bis heute das schärfste Objektiv ist, was ich bisher an einer Kamera erlebt habe.

Es folgen als leichtes Weitwinkelobjektiv das ZEISS Loxia 2.4/25 und das moderate Tele ZEISS Loxia 2.4/85, welches mein absolutes Lieblingsobjektiv ist, da mich mit ihm eine besondere Geschichte verbindet.

Ein Wunsch wird wahr

Vom ZEISS Tele-Tessar zum ZEISS Loxia 2.4/85
ZEISS Tele-Tessar 4/85

Immer wieder ziehe ich gern durch die Straßen und mache das, was man allgemein hin unter dem Begriff Streetfotografie zusammenfasst. Mich interessiert das Leben, die Menschen und ihre Lebenswelten.

 

Nachdem nun die spiegellosen Systemkameras auf den Markt kamen, suchte ich nach einem adaptierbaren Objektiv für die Sony NEX 6. Die Lösung war das ZEISS Tele-Tessar 4/85 mit Leica M Mount, ein kleines und hervorragendes moderates Tele mit extremer Schärfe und einem schönen Bokeh.

 

Genau so ein Objektiv wünschte ich mir für die Loxia Familie und brachte meinen Wunsch bei ZEISS ein. Also ein moderates Tele mit brillanter Schärfe und einem schönen weichen Bokeh. Gleicher Durchmesser wie die anderen Loxia Objektive und maximal möglicher Lichtstärke.

 

Anfang 2016 war es dann soweit und ich bekam einen Anruf von Dr. Michael Pollmann, der bei ZEISS als Produktmanager für die Loxia Objektivfamilie zuständig war.  An die Worte “Du kannst dir dein Objektiv abholen.” werde ich mich mein Leben lang erinnern.

Noch nie war ich so schnell in Oberkochen, um das neue Loxia in Empfang zu nehmen. Schon der Prototyp begeisterte mich vollauf . In den nun folgenden Tagen war ich ständig mit dem ZEISS Loxia 2.4/85 unterwegs und es ist auch heute noch mein ständiger Begleiter.

Die Frage nach dem Bokeh ist immer auch die Frage nach dem persönlichen Geschmack. Der ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und über den sollte man nicht streiten. Dieses Loxia trifft mit seinem Bokeh genau meinen Geschmack, denn es lässt den Hintergrund noch gut in der Unschärfe erkennen, ohne vom Motiv zu sehr abzulenken. Das ZEISS Loxia 2.4/85 ist vom Bokeh mit dem des ZEISS Tele Tessar 4/85 vergleichbar und auch seine Schärfe ist schon bei Offenblende hervorragend.

Mission accomplished!

Das ZEISS Batis 2/40 CF schließt die Lücke in der ZEISS Batis Familie.
Beispielbilder ZEISS Loxia 2.4/85

Dreharbeiten auf Rügen

ZEISS Batis 2/25 und ZEISS Batis 1.8/85

Auch zu diesen beiden Objektiven möchte ich wieder eine kleine Geschichte erzählen. Im November 2014 bekam ich einen Prototyp eines ZEISS Batis 2/25,  sowie des ZEISS 1.8/85 zugeschickt, um beide Objektive in der Praxis ausgiebig durchzutesten. Es sollte noch ein dreiviertel Jahr vergehen, bis diese Objektive auf den Markt kamen.

Erstmalig hatte ich jetzt zwei Objektive mit OLED-Display in den Händen, das mir Informationen über Aufnahmedistanz und den Schärfebereich gibt. Eine Neuerung, die noch nie ein Hersteller in Displayform in einem Objektiv verbaut hatte. Uns war unklar, ob die Kunden das überhaupt annehmen würden und es stellte sich auch die Frage, warum noch kein anderer Hersteller auf diese Idee gekommen ist.

 

Die nächsten Monate war ich viel mit beiden Objektiven unterwegs und hatte viel Spaß und war immer auf der Hut, den ich hatte eine wahnsinnige Angst davor, mit den Objektiven irgendwo entdeckt und fotografiert zu werden und mich dann auf Webseiten wie sonyalpharumors.com wieder zu finden. Denn nicht selten passiert es, dass Fotos von Kameras und Objektiven vor deren Pressevorstellung publik werden – das sollte uns nicht passieren.

 

Für die Osterferien hatte ich mit meiner Familie ein paar Tage Urlaub auf Rügen geplant, da kam ein Anruf von ZEISS, ob ich für die Werbekampagne der neuen ZEISS Batis Objektive zur Verfügung stehen würde. Meine Familie sagte sofort zu und so kam es, dass wir die Dreharbeiten für das Werbevideo quasi als Familien Event gemeinsam erleben konnten.

Nach umfangreichen Vorarbeiten, trafen wir uns dann Anfang April mit einem 16köpfigen Team auf Rügen und starteten mit den Dreharbeiten. Das Wetter war sofort eine Herausforderung für die beiden Objektive, denn von Hagel, Schnee über Regen und Sonnenschein war alles dabei.

Es war das erste Mal, dass ich bei Dreharbeiten die Hauptrolle spielte, sonst war ich immer in kleinen Nebenrollen vor der Kamera, wie beispielsweise bei der Verfilmung von Theodor Fontanes Grete Minde. 

Auch während den Dreharbeiten auf Rügen begleitete mich immer die Angst, uns würde jemand mit den beiden Erlkönigen erkennen.

 

Ein Highlight unserer Dreharbeiten war ein Flug mit dem Helikopter und einer spektakulären Landung vor den beiden Leuchttürmen am Cap Arcona, für die wir zum Glück eine Sondergenehmigung erhielten.

Meine Begeisterung für das Fliegen mit Helikoptern rührt daher, dass ich in meiner Ausbildung für den deutschen Zoll den Ausbau der innerdeutsche Grenze fotografisch dokumentieren durfte, dazu nutzen wir Helikopter der britischen Armee, denn in Grenznähe durften nur die Alliierten fliegen.

Wer einmal die Chance hat, in einem Helikopter mit ausgehängter Seitentür zu fliegen, der sollte nicht nein sagen, denn nur fliegen ohne Helikopter ist schöner.

Jedenfalls hatten wir nach drei Tagen den Film aufgenommen, meine Frau und mein Sohn viel Spaß dabei und wir alle waren um sehr viele Erfahrungen reicher. Diese Tage waren etwas ganz besonderes.

London, 22. April 2015

Auf Einladung von Sony Deutschland war ich in London bei den Sony World Photography Awards mit vielen Pressevertretern unterwegs. Gerade hatte ZEISS per Pressemeldung einen Teaser zu den beiden neuen Batis Objektiven veröffentlicht. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe, denn niemand hatte auch nur annähernd mit diesen Objektiven gerechnet, die obendrein über ein bisher nie dagewesenes OLED-Display verfügten. Zudem waren es die ersten Autofokus Objektive von ZEISS.

 

Einige der Pressevertreter wussten um meine Rolle und Zusammenarbeit mit ZEISS und vermuteten sofort mich hinter der Person im Video. Es viel mir schwer nichts zu sagen aber es machte mir auch genauso viel Spaß das zu erleben. Auch aus Deutschland erreichten mich immer mehr Nachfragen auf dem Smartphone.

 

Es war uns tatsächlich gelungen, jegliche Informationen über die neue ZEISS Batis Objektiv Familie bis zu diesem Tag  geheim zu halten.

 

 

Es dauerte noch bis zum 15. Juni 2015, bis ZEISS in einer Pressemeldung das Batis 2/25 und das Batis 1.8/85 mit den Spezifikationen vorstellte. Auch unser Werbevideo wurde an diesem Tag veröffentlicht. Mit den  neuen ZEISS Batis Objektiven begann die //New Pro Era.

ZEISS Batis Teaser vom 22. April 2015

In der Folge erschien das ZEISS Batis 2.8/18, ein hervorragendes Weitwinkel, dass ich gern in der Landschafts- und Architekturfotografie einsetze. Das ZEISS Batis 2.8/135 war das Objektiv mit der bis dato längsten Brennweite, das meiner Meinung nach auf dem Niveau eines ZEISS Otus liegt.

Den bisherigen Abschluss macht das ZEISS Batis 2/40 CF, auf das ich nachfolgend eingehen werde.

ZEISS Batis Werbevideo vom 15. Juni 2015

ZEISS Batis 2/40 CF

Dieses Batis Objektiv bekommt einen eigenen Abschnitt, denn es ist ein ganz besonderes Objektiv in meiner Fototasche. Es ist quasi das Schweizer Taschenmesser unter den Objektiven, weil es sehr universell einsetzbar ist.

 

Gern bin ich nur mit drei Objektiven unterwegs. Je nach Aufgabenstellung  mit einem Weitwinkel, einem Normalobjektiv und einem leichten Tele. Viele Fotograf*innen werden sagen, “Damit kommen ich nie aus”, doch meine 3-Objektiv-Strategie erlaubt es mir, mich stärker mit dem Motiv zu befassen und weniger über die Objektivauswahl und Technik nachzudenken.

Als Kamera dient mir in den meisten Fällen meine Sony A7R M4, eine Vollformatkamera mit 61 Megapixeln.

Insgesamt ist meine Ausrüstung doch sehr kompakt. Das Problem ist lediglich der mittlere Bereich, denn 35mm Brennweite sind mitunter zu weit und 50 mm zu dicht. Mit 40 Millimetern genau dazwischen, löst das ZEISS Batis 2/40 CF mein Dilemma.

 

Nun kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu. Das CF im Objektivnamen steht für Close Fokus. Dieses Batis hat eine Naheinstellgrenze von 15cm, was für ein 40mm Objektiv extrem nah ist und da ich in diesem Nahbereich deutlich abblenden muss, um möglichst viel vom Motiv scharf ins Bild zu bringen, erweitert sich dieser Nahbereich noch einmal durch die Schärfentiefe nach vorn und hinten. Insgesamt komme ich also sehr nah an ein Motiv heran, was mit einem “normalen” 35er oder 50er nicht möglich wäre. Wechsle ich dann noch in den APS-C Modus meiner Kamera, komme ich bei einem Crop-Faktor von 1,5 auf 60mm Brennweite mit 15cm Naheinstellgrenze. Das reicht für das kleine “Makro” nebenbei und so erweitert sich die Funktionalität dieses Objektivs, was mich mitunter dazu bringt, anstatt eines 85er Teleobjektivs ein 135er Tele in die Tasche zu packen.

 

An dieser Stelle sollte hinreichend deutlich geworden sein, dass das ZEISS Batis 2/40 CF ein wirklich universelles Objektiv ist und uns Fotograf*innen eine ganze Reihe an Vorteilen bietet.

ZEISS Batis 2/40 CF @ Sony A7R M4 im APS-C Modus

Drei Objektiv Serien

Mit drei Toui, fünf Loxia und fünf Batis Objektiven hat ZEISS seit 2013 eine Reihe an hochwertigen Festbrennweiten herausgebracht, auch wenn für manche fotografierende noch die eine oder andere Lücke besteht.

Von der Idee bis zum Markteintritt benötigt die Entwicklung eines ZEISS Objektivs ungefähr drei Jahre. Bei manchen Entwicklungen war ungewiss, ob die Kunden die neuen Objektive auch annehmen werden, wie beispielsweise bei der Batis Serie mit dem OLED Display. Die ZEISS Batis Objektive kamen bei den Kunden jedoch so gut an, dass die Zahl der Bestellungen die Zahl im Lager weit übertraf und Kunden länger auf ihr ZEISS Objektiv warten mussten und warten ist nicht unbedingt die Stärke von uns Fotograf*innen.

Bisher gibt es von ZEISS lediglich Festbrennweiten, das ist auch bei den ZM Objektiven für den Leica M Mount so, wie auch bei den Milvus und Otus Objektiven für das Canon und Nikon System. Inzwischen gibt es jedoch Zoom Objektive auf sehr hohem optischen Niveau, dass ich hoffe, auch von ZEISS irgendwann ein Zoom Objektiv in der Hand zu haben. Früher gab es die übrigens und in der Kooperation mit Sony hat ZEISS längst bewiesen, dass sie gute Zoom Objektive rechnen können.

Wer sich das Line-Up der ZEISS Objektive ansieht dem wird auffallen, bei 135mm Brennweite ist Schluss. Warum eigentlich? Wäre ein ZEISS Batis 2.8/200 nicht eine feine Sache? Auch ein ZEISS Batis 4/150 M, also Makro könnte der Traum vieler Tierfotograf*innen werden.

Es ist also noch viel Luft nach oben und die Welt wurde auch nicht an einem Tag erschaffen. Mal sehen, wie ich diese Geschichte hier weiter schreiben kann.

Übersicht der ZEISS E-Mount Objektive - Stand November 2020

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Review ZEISS ZX1 – Teil 1

ZEISS

Die ZX1 das Liebhaberstück

Die ZX1 ist anders, das wurde uns schon während ihrer Vorstellung am Rande der Photokina 2018 deutlich. Das Konzept – Shot – Edit – Share – ist auf die heutige Zeit zugeschnitten, in der Fotos innerhalb kürzester Zeit von der Kamera in die sozialen Medien überspielt und dort gezeigt werden.

Überhaupt ist die ZX1 anders als andere Kameras und auch sie wird sicher ihre Liebhaber*innen finden. Ich zähle mich dazu, weil ich gern mit nur einer Kamera und einem 35mm Objektiv losziehe. Ich mag Minimalismus und konzentriere mich gern auf das Motiv. Zudem mag ich Dinge, die gut in der Hand liegen und ein schönes Design haben. Ich bin auch ein Freund von Smartphone-Fotos, die ich kurz bearbeite und auf Instagram oder Facebook hochlade oder mit denen ich Freunde und Bekannte überrasche, so wie ich das früher mit einer Postkarte getan habe.

Eine Anmerkung am Anfang ist mir sehr wichtig. Mit der ZEISS ZX1 hat die Welt eine Kamera bekommen, die wirklich anders ist und auch wenn ich immer wieder von Vergleichen lese, so fällt mir tatsächlich keine einzige Kamera ein, die mit der ZX1 vergleichbar ist. Wer sich die vielen Details und Features der ZX1 unvoreingenommen ansieht und sich ein wenig Zeit zum nachdenken gönnt, der wird feststellen, dass von ZEISS ganz neue, innovative Wege beschritten wurden. Das Ergebnis ist ein absolutes Liebhaberstück für Menschen, die sich gern mit schönen Dingen umgeben.

Als Fotograf habe ich schon viele neue Kameras in der Hand gehabt. Allen lag jedoch ein Prinzip zugrunde, das es mir erlaubte, innerhalb kurzer Zeit das Gerät zu verstehen. Bei der ZX1 ist das anders gewesen und erstmals habe ich mich sofort mit der Bedienungsanleitung hingesetzt und habe sie von der ersten bis zur letzten Seite durchgearbeitet. Die Grundfunktionen, wie Zeit, Blende, ISO und ähnliches sind schnell abgearbeitet. Wo es dann aber anders wird ist die Kommunikation mit der Außenwelt. Via Bluetooth, W-Lan und USB-C Schnittstelle kommuniziert die Kamera mit der Welt, was aber nicht bedeutet, dass man ohne Internet nicht fotografieren könne, wie ich es in einigen Foren bereits gelesen habe.

Auch das Bedienkonzept via Touchscreen ist anders, denn die ZX1 verfügt lediglich über je einen Schalter zum Einschalten und Modiwechsel und die AF/MF Umschaltung, einen FN Druckknopf, einen Drehregler für den Dioptrinausgleich und zwei Drehregler, eines für die Einstellung der Belichtungszeit und das andere für den ISO Wert. Thats all! Konsequenterweise findet sich auch kein Kartenslot mehr, sondern lediglich einem USB-C Anschluss. Auch der Blitzschuh dürfte hier unter meine Schnittstellenliste gehören. Sehr minimalistisch das Ganze und das ist auch gut so, wie wir Berliner zu sagen pflegen.

Die ZX1 war schnell mit dem Smartphone und meinem mobilen Router über W-Lan verbunden. Auch die Bildübertragung mittels Bluetooth ging reibungslos von der Hand. Im nächsten Schritt band ich mein OneDrive Cloud-Verzeichnis ein, legte einen Ordner an, in dem ich die Bilder sichern konnte. DropBox wäre auch möglich gewesen, Mangels Account habe ich das mal ausgelassen. Mein Instagram-Account war schnell konfiguriert, wie auch die Einbindung meines Facebook Profils schnell erledigt war. Im Studio folgte anschließend der Verbindungsaufbau mit dem NAS mittels FTP.

Fast hätte ich es vergessen. Da gibt es noch die Möglichkeit, das Foto aus der Kamera heraus per Mail zu versenden. Genau das was ich brauche, um meine Urlaubsgrüße zu versenden. Auch hier ging die Einrichtung locker flockig von der Hand.

Das alles kann man machen, muss man aber nicht und wenn man mit der Kamera unterwegs ist, empfehle ich den Flugzeugmodus einzuschalten, sofern man keine Verbindung zu Smartphone oder Internet benötigt. Das spart Energie, obwohl in der Kamera ein leistungsstarken, austauschbarer Akku mit 3.190 mAh für die Energieversorgung steckt. Reicht die Energie mal nicht, ist die Kamera schnell mit meinem AkkuPack wieder aufgeladen.

Apropos Flugzeugmodus. Die Basis der ZX1 bildet ein stabil und flott laufendes Android. Gleich vorweg. Es lassen sich keine zusätzlichen Apps installieren, was ich angesichts der Sicherheit und Stabilität der ZX1 gut finde.

Nachdem ich alle Einstellungen zur Kommunikation der Kamera mit der Welt hinter mich gebracht hatte, musste ich das alles natürlich ausgiebig ausprobieren. Die Sicherung meiner Bilderdaten auf OneDrive lief reibungslos, wobei ich die RAW-Dateien im DNG-Format mit einer durchschnittlichen, unkomprimierten Größe von 77 Gigabyte trotz meiner mobilen Flatrate lieber über das W-Lan sichere. Auch die Übertragung mittels FTP auf mein NAS oder den FTP-Server auf dem Notebook finde ich ausgesprochen toll, denn wie dem auch sei, die Daten finden immer einen Weg aus der ZX1. Zu erwähnen wäre da sicher auch die Möglichkeit einen USB-C Stick anschließen zu können, ihn in die Kamera einzubinden, und anschließend zur Datensicherung unterwegs zu nutzen.

Um die Backup-Kapazität noch zu steigern, habe ich dann gleich noch ausprobiert, eine SanDisk Extreme PRO Portable SSD 1 TB an die ZX1 anzuschließen und siehe da, es funktioniert tadellos. Damit steht  mir auf Reisen reichlich kompakter Speicher zur Verfügung.

128 GB USB-C Stick @ ZEISS ZX1
SanDisk Extreme PRO Portable SSD 1 TB @ ZEISS ZX1

Über diese USB-C Schnittstelle habe ich ebenfalls die Möglichkeit, die ZX1 mit einem USB-C/HDMI-Adapter an den Fernseher oder das Tablet anzuschließen, das ist sicher vorteilhaft, wenn man zum Beispiel unterwegs ist und abends im Hotel die Bilder kurz durchgehen möchte. Auch für meine Workshops wird mir diese Funktion hilfreich sein, wenn ich die Bedienung der Kamera demonstrieren will. Vielleicht möchte ich mir aber auch einen Ordner mit einer Bildauswahl anlegen, die ich anschließend als Diaschau ablaufen lasse.

Intern gespeichert werden die Bilddaten auf einer 512 Gigabit großen SSD, die in Verbindung mit der performanten Hardware ein flottes Arbeiten erlaubt und das selbst bei der kamerainternen Verarbeitung der unkomprimierten RAW-Daten.

Shot – Edit – Share, das Konzept hinter der ZX1

Fange ich doch mal mit Punkt eins – der Aufnahme – an. Die ZX1 hat ein festverbautes Distagon Objektiv mit einem Blendenbereich von 2-22, einer Brennweite von 35 Millimetern, T* Vergütung und 30cm Naheinstellgrenze. Zur Kamera gehört eine Störlichtblende. Benötige ich sie nicht, wird an ihre Stelle ein zusätzlicher Ring ins Bajonett gesetzt, der die Kamera zusätzlich durch ein Gummi schützt. Das finde ich richtig klasse, denn somit sieht die ZX1 auch ohne Störlichtblende absolut vollkommen aus.

Anschließend gelangt das Licht auf den eigens von ZEISS entwickelten Vollformat Sensor mit 37,4 Megapixeln Auflösung. Objektiv und Sensor sind hervorragend aufeinander abgestimmt, was man bei jeder Aufnahme sieht. Schon bei Offenblende überzeugen die Bilder durch eine brillante Schärfe ohne störende chromatische Aberrationen. Wie schon erwähnt landen die fertigen Fotos wahlweise im JPG- und/oder DNG-Format auf der SSD. Überhaupt hat mich die Bildqualität mehr als überzeugt, geradezu begeistert. Die ZX1 liefert klare Farben und Kontraste und hat einen enorm großen Dynamikumfang. Gerade dieser Dynamikumfang ließ mit die Möglichkeit, in der Nachbearbeitung noch sehr viele Details aus den Tiefen wie auch Höhen rauszuarbeiten. Bei Offenblende und Motiven im Nahbereich zeigt sich dann ein sehr harmonisches Hintergrundbokeh, dass gerade Streetfotograf*innen zum Spielen einlädt. Alles in allem also ein sehr abgerundetes Bild und das zeigt, dass ZEISS es versteht, nicht nur hervorragende Optiken zu bauen.

Ob ein Bokeh als schön empfunden wird liegt immer im Auge der Betrachter*innen. Gerade für Streetfotografie finde ich das zartweiche Bokeh sehr angenehm.

Für uns geneigte Fotograf*innen bietet die Kamera ansonsten vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, so wie wir sie auch von anderen professionellen Kameras gewohnt sind und auf die wir nicht mehr verzichten wollen. Genau an dieser Stelle jedoch sollten man sich mit der Handhabung der ZX1 besonders vertraut machen, denn die Bedienung findet im Wesentlichen über das helle und klare Touch-Display mit einer Größe von 4,34“ (10,16 cm im Format 16:9) und einer Auflösung von 1.280×720 Pixeln statt. Das ist anders und ja, es ist gewöhnungsbedürftig. Hat man das Bedienkonzept jedoch erst einmal drauf, erschließt sich der Rest der Kamera recht schnell von selbst. Wie schon geschrieben, hier ist das Handbuch genau das Mittel der Wahl und ja ich weiß, gerade wir Männer meinen immer, die Technik liege uns im Blut und wir verstünden die Welt daher intuitiv. Dem ist nicht so oder ich bin eine Ausnahme.

Eine Schnittstelle habe ich noch außer Acht gelassen, nämlich den hellen Sucher, den ein OLED-Display mit einer Auflösung von 1.920×1.080 Pixeln bildet. Gleich links neben dem Sucher befindet sich das Rädchen zum Dioptrinausgleich von -3 bis +3.

Das Display bietet vier verschiedene Modi. Nach dem Einschalten befindet man sich im Aufnahmemodus, der einem alles bietet, was für die Aufnahme von Fotos und Videos wichtig ist. Über ein Fingerwischen nach oben, erreicht man den Einstellungsmodus, mit dem sämtliche Einstellungen für die Grundfunktion der Kamera, sowie der Online-Konnektivität vorgenommen werden. Zurück im Aufnahmemodus gelangt man mit einem Fingerwischen nach unten in den darüber befindlichen Galerie-Modus zur Bildbetrachtung, wieder darüber befindet sich der App-Modus, wo wir Zugriff auf Anwendungen von Drittanbietern wie beispielsweise Lightroom bekommen. Mit ein wenig Übung hatte ich mich schnell zurechtgefunden und inzwischen bin ich mit der Kamera per Du.

Überhaupt bietet mir das Display vielfältige Informationen, die ich je nach Bedarf und persönlicher Arbeitsweise zuschalten kann. Informationen wie Akkustand und Speicherkapazität auf der SSD, Histogramm, Belichtungskorrektur, Blende, Zeit, Iso oder die sehr praktische und große Wasserwaage im unteren Bildbereich. Angaben zur Fokusentfernung, dem Schärfebereich und der Hyperfokalen Distanz. Rechts daneben hinter dem Knick im Display liegen die Symbole um zu den Detaileinstellungen wie z.B. Selbstauslöser, Panorama, Weißabgleich etc. zu gelangen. Schnell merkt man, dass hier viel Denkarbeit geleistet wurde.

Ich kann an dieser Stelle nicht gleich auf alle Details eingehen, die die ZEISS ZX1 für mich zu einer so besonderen Kamera machen. Das werde ich in nächster Zeit in einigen Einzelbeiträgen ausführlich nachliefern. Daher an dieser Stelle ein erstes Fazit.

Mein wirklich ganz persönliches erstes Fazit – nach vier Wochen intensiver Arbeit mit der ZX1

Die ZEISS ZX1 ist eine Kamera, die durch ihr ergonomisches Design sehr gut in der Hand liegt. Sie ist groß und mit 834 Gramm kein Leichtgewicht, was allerdings der Leistungsfähigkeit geschuldet ist. Die hervorragende Bildqualität steht außer Frage, immerhin kommt sie aus einem Haus, in dem seit vielen Jahrzehnten hervorragende Optiken gebaut werden. Herausragend ist auch der von ZEISS entwickelte Sensor, der einen enormen Dynamikumfang abzubilden in der Lage ist. Die Fotos aus der Kamera sind schon ohne Bearbeitung etwas ganz Besonderes und zeigen, dass das Objektiv absolut auf den Sensor abgestimmt ist. Mir hat es vom ersten Moment an Spaß gemacht, mit der ZX1 zu loszuziehen und zu fotografieren. Sicher, man muss diese Art der Fotografie mögen und mir ist auch klar, dass diese Kamera etwas für Individualisten ist. Selten hat mich eine Kamera vom ersten Moment an so begeistert und mir Lust auf viele weitere Fototouren gemacht.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Immer wieder lese ich, dass ZEISS bei der ZX1 inkonsequent sei, indem der Kamera kein SIM-Slot mit G4 oder gar G5 spendiert wurde. Klar wäre das eine Option, doch angesichts der Tatsache, dass mein Smartphone eh mit allen möglichen Geräten verbunden ist, und kommuniziert, macht es mir nichts aus, auch noch die ZX1 per W-Lan anzubinden. Für viele Fotograf*innen ist das jedoch sinnfrei, denn echte Mobile Flatrates sind noch rar gesät und wenn, dann recht teuer. Ich glaube es ist daher deutlich sinnvoller, das Smartphone zu nutzen oder wie ich es mache, einen mobilen Router einzusetzen. Immerhin würde ein Mobilfunkmodul sehr viel zusätzliche Energie verbrauchen, die ich lieber zum fotografieren nutze.

Da die ZEISS ZX1 noch viel mehr bietet, als ich hier bisher geschrieben habe, folgen Einzelbeiträge zu speziellen Themen wie „Edit – Bildbearbeitung mit Lightroom mobile“ und „Videofunktion“, sowie zu dem großen Bereich „Share – teilen von Bildern in Facebook und Instagram“.

Review ZEISS Batis 2/40 CF

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Das Schweizer Taschenmesser in der Fototasche

Die erste Kamera, mit der ich als kleiner Junge von sieben Jahren fotografierte, war eine Kodak Instamatic 233. Mit ihr konnte so ziemlich alles was ich fotografieren wollte auf einem Kleinbildfilm festhalten. Sie war ein richtiger Allrounder, denn mit ihrer Brennweite von 41 Millimetern war fast alles möglich. Ziemlich genau ein halbes Jahrhundert später halte ich wieder einen 40 Millimeter Allrounder in der Hand. Wie damals war es Liebe auf den ersten Blick. So wie bei jedem Handwerker muss auch bei mir das Werkzeug passen und gut in der Hand liegen, denn das ist die erste Voraussetzung für ein gutes Foto, das bei seinem Betrachter Emotionen auslöst. Fotografie, Emotion und Leidenschaft gehören zusammen, denn ohne Emotionen ist Fotografie langweilig ohne Leidenschaft gäbe es keine gute Fotografie.

Doch zurück zum Anfang und dem was das ZEISS Batis 2/40 CF bei mir angesprochen hat. Ganz oben steht da die spannende 40 Millimeter Brennweite zwischen einem 35er Street-Objektiv und der „alten“ klassischen 50 Millimeter Standardbrennweite. Es ist jedoch universeller einsetzbar und ein solider Kompromiss, wenn man mit leichtem Gepäck reisen möchte und wenn man hier überhaupt von einem Kompromiss reden kann. Der Clou verbirgt sich dann aber hinter dem kleinen Kürzel CF, das für den Close Focus steht und eine Naheinstellgrenze von mindestens 24 Zentimetern erlaubt und mich schnell einmal dicht an ein Motiv heranrücken lässt, wo ich sonst die Brennweite wechseln musste. Wenn schon Close Fokus, dann auch gleich mit einem optionale Fokus-Begrenzung über einen Schalter, die ein leichteres Arbeiten im Nahbereich möglich macht – ein konsequenter Schritt der Entwickler. Einen kleinen Haken hat der Close Focus jedoch, obwohl das im Endeffekt unerheblich ist. Im Nahbereich arbeitet das Objektiv nicht mit Blende 2.0, sondern blendet ein wenig ab. In Anbetracht der Tatsache, dass ich im Nahbereich eh abblende, um mehr Schärfentiefe ins Bild zu bekommen ist diese Einschränkung jedoch zu vernachlässigen.

Am Ende einer Aufnahme steht jedoch das alles entscheidende Bildergebnis, denn meine Bilder sollen Menschen erreichen. Für die Betrachter meiner Bilder stellt sich daher nicht die Frage nach der Aufnahmetechnik, für sie zählt nur das was sie sehen und das was mein Bild mit ihnen macht. So will ich den Betrachter in meine Bilder eintauchen lassen – hineinziehen – zum Innehalten und ansehen bewegen. Bei ihnen sollen meine Bilder Emotionen wecken und freisetzen, im günstigsten Fall sollen sie Fernweh und Lust darauf bekommen, die Motive und Orte einmal selbst zu besuchen. Um das alles zu erreichen nutzen wir Fotografen unsere Stilmittel, wir spielen mit Farben und Linien, ja wir spielen mit Licht, und dieses Licht einzufangen, dazu verhilft uns unsere Technik. Dem fertigen Bild sehen wir nicht an mit welcher Kamera es aufgenommen wurde. Was wir aber sehen ist die Aufnahmequalität und dafür ist in erster Linie unser Objektiv verantwortlich. Die Bildqualität im Zusammenspiel mit unserem fotografischen und gestalterischen Können ist das, was unsere Aufnahmen zu etwas ganz Besonderem macht und aus einem einfachen Foto ein ganz nachhaltiges Bild ermöglicht.

Reise in die Schweiz

Als ich im Sommer das ZEISS Batis 2/40 CF in die Hand bekam entschied ich mich, für meine nächste Fotoreise in die Schweiz auf das ZEISS Loxia 2/35 und Loxia 2/50 zu verzichten. Das war rückblickend eine sehr gute Entscheidung, zudem passt das ZEISS Batis 2/40 CF hervorragend in meine Drei-Objektiv-Philosophie, diese besagt, dass ich mit drei Objektiven den überwiegenden Teil der Aufnahmen einfangen kann. Das erlaubt mir Kombinationen wie ZEISS Batis 25, 40 und 85, ZEISS Batis 18, 40, 135 oder andere Variationen. Außerdem sind einige meiner liebsten Fototaschen für drei Objektive nebst Kamera ausgelegt und in genau dieser Beschränkung liegt mitunter viel Raum für Kreativität. Bin ich mit nur einem Objektiv unterwegs, so hat das ZEISS Batis 2/40 CF inzwischen mein ZEISS Loxia 2/35 als Standardbrennweite abgelöst.

Wer meine Bilder aus der Schweiz ansieht wird mich vielleicht verstehen, warum es mich immer wieder in dieses Land zieht. Unablässig wechseln die Bilder, Landschaften und Eindrücke. Die Zahl der Motive, die sich vor mir aufreihen wie an einer Perlenkette sind nicht zählbar. Für eine sich fortwährend wechselnde Landschaft, war auch das ZEISS Batis 2/40 CF genau das richtige Objektiv in meinem Gepäck. Bei meinen Wanderungen durch die Bergwelt hatte ich nicht ständig Lust darauf das Objektiv zu wechseln, im Gebirge war ein Objektivwechsel auf Grund der engen Wege und steilen Stellen zudem nur eingeschränkt möglich. Nicht umsonst waren Objektive dieser Brennweite früher häufiger anzutreffen.

Wir Fotografen sehen die Welt anders als andere Menschen. Wir sind ständig auf der Suche nach Formen, Farben und Linien. Unser Auge für Motive und Situationen ist unablässig damit beschäftigt das Geschehen um uns herum einzufangen. Licht ist für uns nicht nur hell und dunkel, sondern hart oder weich und besitzt unendlich viele Farben. Viele unserer Motive sind flüchtig und dafür haben wir die Kamera stets griffbereit. Da bleibt oft keine Zeit für eine Objektivwahl und genau deshalb hat jeder Fotograf sein Lieblingsobjektiv, gerne eine hochqualitative Festbrennweite, an seiner Kamera. Für mich ist es inzwischen das ZEISS Batis 2/40 CF geworden.

Am Ende meiner Reise durch die Schweiz hatte ich dann nahezu 80 Prozent der Fotos mit diesem Objektiv aufgenommen, ohne dass ich nur ein einziges Mal das 35er oder 50er vermisst hätte. Nicht, dass ich diese beiden Optiken vernachlässigen würde, denn sie haben ihren eigenen Charakter, den ich in vielen meiner Aufnahmen sehr zu schätzen weiß. Doch das neue Batis hat sich als so etwas wie ein Schweizer Taschenmesser in der Fototasche erwiesen, das macht es für mich so besonders. Kompakt, leicht, zuverlässig und auch von einem kleinen Schauer nicht zurückschreckend.

Heute bin ich oft an einsamen Orten in der Welt unterwegs. Fragen Sie sich doch einmal, welches Objektiv Sie an solch einen Ort mitnehmen würden, wenn Sie nur eine Wahl hätten?

Alle Fotos auf meiner Webseite sind urheberrechtlich geschützte Werke, von deren Verkauf ich mich und meine Familie ernähre. Wenn Sie eines meiner Bilder kaufen möchten, so schreiben Sie mir oder rufen mich an. Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum.